Am 24. Januar 2026 traf sich die nationale Nachwuchselite zum DRB‑Kader‑Sichtungsturnier der Altersklasse U17 in Hagen. Mit 209 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 18 Landesverbänden bot das Turnier einen hochklassigen Überblick über die stärksten Talente Deutschlands im Freistil, griechisch‑römischen Stil und weiblichen Freistil.
Für den Nordbadischen Ringer‑Verband (NBRV) gingen fünf Athleten und eine Athletin an den Start – allesamt aus der Ringergemeinschaft (RG) AC Germania Rohrbach & ASV Ladenburg, ergänzt durch eine junge Athletin, die aktuell in NRW lebt und dort ihren schulischen Lebensabschnitt bestreitet.
Die RG Rohrbach/Ladenburg gilt seit Jahren als Talentschmiede der Region:
- Dreifacher Deutscher Mannschaftsmeister der Schüler 2023–2025
- Vierter der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft Jugend 2025
Diese beeindruckende Bilanz spiegelt sich auch in den Leistungen der Starterinnen und Starter in Hagen wider.
Ergebnisse der NBRV‑Athleten
Platz 2 – Wseslav Alexander Hörner
Freistil, 48 kg (5 Teilnehmer)
Wseslav gewann drei seiner vier Kämpfe souverän – per Schultersieg (SS), Technischer Überlegenheit (TÜ) und Punktsieg (PS) jeweils vorzeitig. Lediglich gegen den späteren Turniersieger musste er sich geschlagen geben.
Verdiente Silbermedaille.
U14‑Landesmeister Gr.-Röm. 2025.
Platz 2 – Dariusz Drzyga
Freistil, 51 kg (10 Teilnehmer)
Dariusz dominierte die Vorrunde mit zwei klaren Punktsiegen, taktisch klug und souverän. Im Finale unterlag er denkbar knapp mit 3:3, da sein Gegner den letzten Punkt erzielte.
Verdiente Silbermedaille.
U14‑Landesmeister Freistil & Gr.-Röm., Deutscher Meister 2025.
Platz 8 – Robert Gleim
Freistil, 71 kg (15 Teilnehmer)
Robert gewann einen Kampf per Technischer Überlegenheit, zeigte in allen Begegnungen seine Qualität und kämpferische Stärke, musste sich jedoch zweimal knapp per Punktsieg geschlagen geben.
U14‑Deutscher Meister 2024.
Platz 11 – Alexios Oikonomou
Freistil, 71 kg (15 Teilnehmer)
Alexios verlor seine beiden Kämpfe per SS und PS, zeigte jedoch hohe Motivation, Energie und Einsatzbereitschaft.
U14‑Landesmeister Freistil & Gr.-Röm., Vize‑Deutscher Meister 2025.
Platz 2 – Artur Goldmann
Griechisch‑Römisch, 65 kg (15 Teilnehmer)
Artur gewann fünf Vorrundenkämpfe technisch stark und elegant – per PS und TÜ. Erst im Finale musste er sich durch TÜ geschlagen geben.
Verdiente Silbermedaille.
Bronzemedaillengewinner Deutsche Meisterschaften U17 Gr.-Röm. 2025.
Platz 4 – Marlen Scalzo
Freistil weiblich, 49 kg (6 Teilnehmerinnen)
Marlen gewann und verlor jeweils einen Vorrundenkampf per PS, verpasste nach einer knappen Halbfinalniederlage per PS auch im kleinen Finale den Podestplatz nur hauchdünn mit 0:2 SS.
Ihr Potenzial ist klar sichtbar – an diesem Tag konnte sie es nicht vollständig abrufen.
Bedeutung des DRB‑Kader‑Sichtungsturniers
Das Sichtungsturnier zählt zu den wichtigsten Nachwuchsmaßnahmen des Deutschen Ringer‑Bundes.
Es dient:
- der Leistungsüberprüfung der besten Talente Deutschlands
- der Kaderbildung für internationale Einsätze
- der Vorbereitung auf EM, WM und langfristig Olympia
- der Entwicklungsperspektive für Vereine und Landesverbände
- der Trainerarbeit, die hier objektiv bewertet und weiterentwickelt wird
Für die Athletinnen und Athleten ist es eine seltene Chance, sich direkt für internationale Maßnahmen zu empfehlen und sich mit der nationalen Spitze zu messen.
Lob und Dank
Ein besonderer Dank gilt:
- den Vereinen AC Germania Rohrbach & ASV Ladenburg, die gemeinsam als RG seit Jahren herausragende Nachwuchsarbeit leisten
- dem gesamten Trainerteam des Nordbadischen Ringer‑Verbands, das die Talente kontinuierlich fördert
- dem begleitenden Trainer Alexander Hörner, der die Athleten vor Ort betreute
- allen Athletinnen und Athleten, die mit Leidenschaft und Disziplin an den Start gingen
- den Familien, die mit ihrem Engagement und ihrer Unterstützung den sportlichen Weg erst möglich machen
Fazit
Die Starterinnen und Starter der RG Rohrbach/Ladenburg präsentierten sich in Hagen als leistungsstarke, motivierte und zukunftsorientierte Nachwuchskräfte. Mit drei Silbermedaillen, starken Kämpfen und sichtbarem Entwicklungspotenzial bestätigten sie eindrucksvoll den Ruf ihrer Vereine als Talentschmiede des Nordbadens.
